Supply Chain - Optimierung einer Distributionsstruktur

Die Problemstellung, mit der das von delta e.V. vermittelte Projektteamkonfrontiert wurde, war zugleich sehr interessant und eine neueHerausforderung. Aufgabe des Projektes Supply Chain war eineStandortanalyse und Optimierung der Warendistributionsstruktur für einengroßen Schweizer Lebensmittelkonzern. Mehrere alternative Szenarien für die Belieferung von insgesamt über 550 Filialen durch drei Warenverteilzentrenwurden hierbei betrachtet. Auftraggeber war die stuttgarter BeratungLogisticConsult, für die Projektteams von delta e.V. bereits in den vergangenenJahren einige Projekte erfolgreich abschließen konnte.

In der ersten Projektphase untersuchten die Projektteammitglieder der SupplyChain GbR mögliche Softwarelösungen für die Berechnung der Entfernungenzwischen den Warenverteilzentren und den zu beliefernden Filialen, um so einetransportoptimale Gebietsaufteilung vornehmen zu können. Voraussetzung war,dass das aktuelle Schweizer Kartenmaterial den Berechnung der Softwarezugrunde gelegt war. Dem Auftraggeber wurden die möglichenSoftwarelösungen in einer Zwischenpräsentation vorgestellt. Nach einerBewertung hinsichtlich der Kriterien Leistungsumfang und Preis wurden zweiSoftwarepakete ausgewählt und gekauft. Der Auftraggeber legte großen Wertdarauf, dass die Zuteilung der Filialen zu den Warenverteilzentren auf LKWTransportoptimierten Berechnungen basierten – was durch die beidenSoftwarelösungen garantiert wurde.

Im nächsten Schritt wurden alle Filialen aufbereitet und in die beiden Software-Lösungen eingespielt. Da die für die Berechnungen angewandten Heuristikensehr rechenintensiv waren, wurden die Berechnungen teilweise imRechenzentrum der Universität Karlsruhe parallel auf zweiHochleistungsrechnern durchgeführt. Selbst bei diesen schnellen Rechnerndauerte die Berechnung einer vorteilhaften Gebietsaufteilung mehrere Stunden.Das Projektteam verglich dann die gefundenen Lösungen und untersuchtederen Umsetzbarkeit.

Betrachtet wurden im Folgenden die Szenarien mit einem, zwei und dreiVerteilzentren sowie die aktuelle Zuteilung und Belieferung. Schnell wurdedeutlich, dass in der aktuellen Zuteilung mehrere Filialen nicht durch dasoptimale Verteilzentrum beliefert wurden.

Zusätzlich musste in dem entwickelten Modell berücksichtigt werden, dass die LKW die Filialen nicht einzeln beliefern, sondern Touren bilden. So können dieLKW besser ausgelastet werden, da deren Kapazität größer ist, als dieBestellmenge der Filialen. Über eine große Stichprobe ermittelte das Projektteam die durchschnittliche Reduzierung der zu fahrenden Gesamtkilometer, im Vergleich zwischen Tourenbildung und einfacher Hin- und Rückfahrt zu jeder Filiale. Die Gesamtkosten konnten anhand einesvorgegebenen Kilometerkostensatzes berechnet werden.

Abschließend wurden Wachstumsszenarien bis in die nächsten 5 Jahrebetrachtet. Zwei mögliche Alternativen wurden hierbei kombiniert, einerseits die Option des Zukaufs einer fremden Supermarktkette mit bestehender Filialstruktur (Sprungwachstum) und andererseits die Option des kontinuierlichen Ausbaus des eigenen Filialnetzes (organisches Wachstum). In diesem Zusammenhang mussten Kapazitätsrestriktionen für die drei Warenverteilzentren berücksichtigt werden.Das Projekt war für den Auftraggeber und auch für das von delta e.V.vermittelte Projektteam ein voller Erfolg. Der Kunde war sehr zufrieden mit denberechneten Ergebnissen, deren Vorteilhaftigkeit schnell offensichtlich wurde. 

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